St. Franziskus-Hospital

Famulatur

Strukturiertes Weiterbildungsprogramm

Die Weiterbildungsassistenten unserer Klinik durchlaufen ein strukturiertes anästhesiologisches Weiterbildungsprogramm. Darin enthalten sind praktische Ausbildungsinhalte von je vier Monaten in den einzelnen operativen Fachgebieten, der Intensivmedizin und im Notarztdienst. Ergänzt werden diese Blöcke durch ein Mentoren-basiertes Trainingsprogramm. Dabei werden Systemblöcke wie zum Beispiel Infusionstherapie, Kinderanästhesie oder Blutungsmanagement in Zusammenarbeit mit verantwortlichen Fach- und Oberärzten erarbeitet und vertieft. Regelmäßige Weiterbildungs- und Zielvereinbarungsgespräche mit dem Chefarzt geben Orientierung im Ausbildungsstand und bereiten auf die Facharztprüfung vor. Das Ziel des Weiterbildungskonzeptes ist es, allen Assistenzärzten eine effiziente, umfangreiche und qualitatitv hochwertige Weiterbildung anzubieten.

Die Qualität der Weiterbildung wird durch das Systemblock-Curriculum allein nicht garantiert. Ein Faktor für den Erfolg ist die Motivation des Weiterzubildenden. Dafür ist ein gut organisiertes Qualifikations- und Betreuungssystem sowie eine erfolgreiche Karriereplanung und Feedbackkultur wichtig.

Unser Facharzt-Curriculum finden Sie hier zum Download.

 

Zusatzweiterbildung Intensivmedizin

Auf der interdisziplinären operativen Intensivstation mit 16 Betten wird ein umfangreiches Spektrum der Erwachsenenintensivmedizin durchgeführt. Die Patienten rekrutieren sich vorrantgig aus den Fachbereichen Allgemein- und Viszeralchirurgie, Traumatologie, Orthopädie, Wirbelsäulenchirurgie sowie Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Die intensivmedizinische Versorgung erfolgt nach ausgedehnten Operationen und Unfällen (Polytraumapatienten) oder zur perioperativen Überwachung bei entsprechenden Vor- und Begleiterkrankungen. Es werden verschiedene Organunterstützungs- und Ersatzverfahren regelmäßig durchgeführt.

Zu Beginn des ersten Einsatzes auf der Intensivstation (bereits im Rahmen der Facharztausbildung) wird der Mitarbeiter auf der Intensivstation für einen Einarbeitungsblock von vier bis sechs Wochen eingeplant. In dieser Zeit steht der neue Mitarbeiter zusätzlich zum Stammpersonal zur Verfügung. Am Ende der Einarbeitungsphase soll der Mitarbeiter in der Lage sein, während des Tagdienstes bis zu acht Intensivpatienten des eigenen Fachgebietes selbständig zu betreuen.

Zusätzlich absolvieren alle unsere Mitarbiter ein achttägiges externes Kompaktseminar Intensivmedizin, das alle theoretischen Inhalte im Sinne eines Repetitoriums für Intensivmediziner vermittelt. 

Am Anfang der intensivmedizinischen Aus- und Weiterbildung stehen neben der Diagnostik und Behandlung von Krankheitsbildern die Respiratortherapie, die Herz-Kreislauftherapie mit Katecholaminunterstützung und das erweiterte invasive Monitoring im Mittelpunkt der Ausbildung. Im weiteren Verlauf wird mit der Aus- und Weiterbildung der Organunterstützungs- und Ersatzverfahren (z. B. Hämofiltration) begonnen.

Als Ansprechpartner steht jedem Kollegen ein oberärztlicher Mentor zur Seite. Die Entwicklung des jeweils neuen Kollegen wird von den Chef- und Oberärzten der Klinik kontiniuierlich begleitet und gefördert.

Unser Intensiv-Curriculum finden Sie hier zum Download.

 

Zusatzweiterbildung Spezielle Schmerztherapie

In unserer Schmerzklinik sehen wir über 600 Patienten in unserer Schmerzsprechstunde und behandeln jährlich ca. 200 Patienten stationär. Dabei handelt es sich um ca. 70 Prozent Patienten mit chronischen Schmerzen im Bewegungsapparat und an der Wirbelsäule, 10 Prozent Patienten mit komplexen Schmerzsyndromen einschließlich Fibromyalgie, 5 Prozent Kopfschmerzpatienten sowie einige Patienten mit CRPS und Phantomschmerzen.

Die Zusatzweiterbildung Spezielle Schmerztherapie umfasst in Ergänzung der Facharztkompetenz die Erkennung und Behandlung sowohl akut als auch chronisch schmerzkranker Patienten, bei denen der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren und einen selbstständigen Krankheitswert erlangt hat.

Das multimodale Konzept unserer Schmerzklinik beinhaltet die Behandlung des Patienten mit verschiedenen Therapieformen mit dem Ziel der Linderung seiner Schmerzen, Verbesserung seiner Mobilität und dadurch Rückführung in die Aufnahme häuslicher, sozialer und beruflicher Tätigkeiten. Die Selbstkontrolle und das Schmerzmanagement sollen erlernt bzw. verbessert werden und der Patient sollte nach Abschluss seines stationären Aufenthaltes fähig sein, mit seiner chronischen Erkrankung schmerzreduziert und selbstbestimmt zu leben.

Die Eckpfeiler der multimodalen Schmerztherapie sind eine psychologische Schmerztherapie kombiniert mit einer intensiven Physiotherapie, das Erlernen von Entspannungstechniken und begleitende medikamentöse Schmerzeinstellung. Unsere Ziele sind Schmerzlinderung, Förderung der Schmerzakzeptanz, Stärkung vorhandener Ressourcen und Vorbeugung weiterer Chronifizierung.

Voraussetzung zur Mitarbeit in der Schmerzklinik und zum Erwerb der Bezeichnung Spezielle Schmerztherapie:

 

  • Facharztanerkennung in Anästhesiologie nebst Fachkunde Strahlenschutz
  • 80 Stunden Weiterbildungskurs Schmerztherapie gemäß §4 Absatz 8 WBO
  • 12 Monate klinische Tätigkeit in der Schmerzklinik

 

Der Facharzt in der Zusatzweiterbildung Schmerztherapie nimmt an der klinischen und ambulanten Patientenversorgung der Schmerzklinik teil. Er ist dabei unter Anleitung eines Chef- / Oberarztes mit der Zusatzweiterbildung Spezielle Schmerztherapie tätig.

Unser Weiterbildungscurriculum Schmerztherapie finden Sie hier zum Download.

 

Zusatzweiterbildung Notfallmedizin

Die präklinische Notfallmedizin ist eine der Kernkompetenzen des Anästhesisten. Alle Weiterbildungsassistenten können den Kurs Fachkunde Notfallmedizin absolvieren und die Notarzt-Qualifikation erwerben. Das St. Franziskus-Hospital besetzt im Rahmen eines Kooperationsvertrages Notarztstandorte der Berufsfeuerwehr Köln mit Notärzten. Somit kann jeder Weiterbildungsassistent sechs Monate vollzeitig in den Notarztdienst rotieren. Danach besteht die Möglichkeit, die Zusatzweiterbildungsprüfung Notfallmedizin zu absolvieren.

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Seniorenhaus St. Ritastift