St. Franziskus-Hospital

Hallux valgus

Hallux valgus

Bei dieser Fehlstellung knickt die Großzehe (Hallux) nach außen ab. Der Mittelfußknochen weicht nach innen zur Körpermitte hin aus. Das Mittelfußköpfchen bildet sich deutlich sichtbar und schmerzhaft als Vorwölbung ab. Der Nerv, der über dem Mittelfußknochen verläuft kann im Schuh gereizt werden und eine Taubheit oder brennende Schmerzen an der Großzehe verursachen. Zudem ist der Mittelfußknochen chronisch überbelastet, da die Großzehe durch die Fehlstellung ihre wichtige Stützfunktion nicht mehr erfüllen kann. Wenn die dadurch stark strapazierten Bänder und die Gelenkkapsel einreißen, hat die Zehe keinen Halt mehr und bildet eine Hammerzehe.

Grund für diese Fehlstellung kann eine erbliche Veranlagung sein. Aber auch zu enges Schuhwerk mit hohen Absätzen kann eine maßgebliche Rolle spielen.

Kommt es zu regelmäßigen Beschwerden ist eine Operation angezeigt. Dabei wird der zur Mitte hin verschobene Mittelfußknochen wieder in die richtige Position gebracht und in der korrekten Stellung stabilsiert, so dass die Großzehe wieder gerade auf dem Mittelfußknochen steht und ihrer Stützfunktion nachkommen kann.
Das von uns verwendete Operationsverfahren ist die Scarf-Osteotomie. Hierbei wird ein Knochenschnitt mit zwei bis drei kleinen Schrauben in der korrekten Stellung stabilisiert. Die Schrauben müssen später nur in Ausnahmefällen wieder entfernt werden. Die Operation dauert normalerweise weniger als eine Stunde, und es treten nur äußerst selten Komplikationen (z. B. Überkorrektur) auf.
Bei schwerwiegenden Fehlstellungen ist eine aufwändigere Operation mit einer Korrektur der Fußachse erforderlich.

Nach der Operation können leichte Schmerzen auftreten, die mit einfachen Schmerzmitteln effizient behandelt werden können. Mit einem Spezialschuh können Sie unmittelbar nach der Operation den Fuß voll belasten. Zur Vermeidung von Nachblutungen sollte der Fuß jedoch anfangs noch möglichst lange hoch gelagert werden.

In den ersten sechs Wochen nach der Operation ist das Gehen nur mit dem verordneten Spezialschuh erlaubt. Danach empfehlen sich wegen der gegebenenfalls noch bestehenden Schwellung weiche, breite Schuhmodelle (z. B. Turnschuhe). Rund drei Monate nach der Operation sind die meisten Aktivitäten wieder möglich, auch wenn der Fuß noch einige Zeit geschwollen sein kann.

 

 

Jetzt Facebook-Fan werden.   Jetzt YouTube-Channel abonnieren.
Cellitinnen-Seniorenhaus St. Gertrud