St. Franziskus-Hospital

Operatives Leistungsspektrum

 

„Restriktive“ (die Nahrungsmenge begrenzende) werden von sog. „malresorptiven“ (die Nährstoffaufnahme im Darm begrenzenden) Operationen unterschieden. Alle  Eingriffe führen wir fast ausnahmslos minimal-invasiv (also mittels Bauchspiegelung) in Vollnarkose durch.

Magenband
Ein rein restriktives risikoarmes Verfahren ist die Platzierung eines verstellbaren Magenbandes um den oberen Magenbereich, wodurch dieser sanduhrförmig eingeengt und dadurch die Nahrungsportionen sehr stark verkleinert werden. Ca. 50 % Übergewichtsreduktion ist zu erwarten.

Schlauchmagenresektion („sleeve-resection“)
Hierbei wird ein großer Teil des Magens entfernt. Der schlauchförmige Restmagenanteil bedingt eine erhebliche Reduktion der Mahlzeitengröße. Dieses und OP-bedingte hormonelle Veränderungen führen  zu ca. 60prozentiger Verminderung des Übergewichts.

Magenbypassverfahren
Bei dieser weltweit am häufigsten vorgenommenen Operation wird die Speisenmenge durch Bildung einer kleinen Vormagentasche begrenzt und zusätzlich hat die Umgehung des oberen Dünndarmes („Bypass“)  hormonelle und teilweise malresorptive Folgen. Ein Diabetes mellitus Typ II wird hervor-ragend beeinflusst („metabolische Chirurgie“). Vitamine und Mineralstoffe (Calcium, eventuell Eisen) müssen anschließend zur Nahrung ergänzt werden. Die Übergewichtsreduktion beträgt ca. 70 %.

Biliopankreatische Diversion mit Duodenal Switch (BPD-DS)
Bei sog. „Super-obesity“ (BMI >> 50) und bei Misserfolg anderer Operationsverfahren führen wir diese Operation durch. Eine Schlauchmagen-resektion wird mit einer langstreckigen Nahrungsumgehung des oberen  Dünndarmes kombiniert. Die langfristige Übergewichtsabnahme beträgt  ca. 80 %. Eine lebenslange Nahrungsergänzung ist notwendig.

Plastische Bauchdeckenrekonstruktion
Nach sehr starker Übergewichtsabnahme können störende und sich entzündende überschüssige Haut- und Unterhautanteile an der Bauchwand operativ entfernt werden. Dieses kann mit der Sanierung von Bauchdecken-brüchen kombiniert werden. Die Übernahme der Behandlungskosten durch die Kostenträger unterliegt auch hier einem speziellen Genehmigungsverfahren.

Petrus-Krankenhaus