St. Franziskus-Hospital

Knickfuß

Knickfuß (Pes valgus)

Beim Knickfuß wird der Sprungbeinkopf nach unten gepresst und entlang der Mittelachse verschoben. Dies passiert aufgrund einer Überbeanspruchung der Füße im Verhältnis zur Muskelkraft. Dabei wird das Fersenbein entlang der Längsachse gedreht, die Außenkante hebt sich, die Innenkante senkt sich ab. Dadurch ist das Sprungbein unter dem inneren Knöchel deutlich sichtbar: Ein "doppelter Knöchel" ist das sichtbarste Erkennungszeichen für den Knickfuß.

Ein Knickfuß kann angeboren sein oder (meist im Kindesalter) erworben werden. Ursachen für erworbene Knickfüße können ein Senkfuß, eine Verletzung, eine spastischen Lähmung, eine Infektion oder Rheuma sein. Auch ein Überlastungsschaden bei instabilen Bändern oder bei starkem Übergewicht (Adipositas) kann einen Knickfuß zur Folge haben.

Der Knickfuß tritt häufig gleichzeitig mit einem Senk- oder Plattfuß auf. Bei Kleinkindern ist ein Knickfuß in einem bestimmten Lebensalter durchaus normal. Spätestens im Alter von acht bis zehn Jahren sollte der Fuß aber nicht mehr nach innen einknicken.

Schmerzen treten hauptsächlich am inneren Knöchel und der Innenlängswölbung auf. Der Knöchelschmerz zieht sich später am Bein seitlich hoch. Grundsätzlich wird die Körperstatik durch den Knickfuß beeinträchtigt. O- oder X-Beine und Knieprobleme sind die Langzeitfolgen. Durch eine zusätzliche Kippung des Beckens kann auch die Lendenwirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen werden.

Fußgymnastik sowie Barfußgehen auf unebenen Naturböden helfen, den Fuß zu stabilisieren. Auch Maßeinlagen können hilfreich sein.

In jedem Fall sollte bei Schmerzen oder ausgeprägter Fehlstellung eine Vorstellung erfolgen. Bis zum 13. Lebensjahr kann mit einem sehr kleinen Eingriff (Arthrorise) eine gute und bleibende Korrektur erreicht werden. Hiernach kann der Fuß sofort voll belastet werden.

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