St. Franziskus-Hospital

Spreizfuß

Spreizfuß (Pes transversoplanus)

Ein Spreizfuß entsteht durch das Auseinanderweichen der Knochenstrahlen im Mittelfuß. Die dortige Querwölbung ist durchgetreten. So kommt es häufig zu Schwielen unterhalb der Grundgelenke der zweiten und dritten Zehe.

Ursache für einen Spreizfuß ist meistens das Tragen ungeeigneten Schuhwerkes. Vor allem Schuhe mit hohen Absätzen sorgen für eine bis zu fünffach so große Vorfußbelastung wie normal. Bei Frauen kommt häufig noch eine Bindegewebsschwäche hinzu, die zu einer Verbreiterung des Vorfußes führen kann. Auch mit zunehmendem Alter kann das Fußsohlenpolster abflachen.

Normalerweise macht ein Spreizfuß wenige Probleme. Es kann sich jedoch ein Hallux valgus entwickeln - besonders, wenn häufig spitz zulaufende und / oder hochhackige Schuhe getragen werden. Aufgrund einer chronischen Nervenreizung kann es zudem zu einem Schmerzsyndrom (Morton-Neuralgie) kommen. Tragen Sie flache Schuhe mit ausreichend Platz für Ihre Zehen, wenn Sie feststellen, dass Sie zu einem Spreizfuß neigen. Besonders bei Kindern und Jugendlichen ist häufiges Barfußlaufen hilfreich.

Eine so genannte Pelotte, die die Querwölbung von unten anhebt, kann hilfreich sein, wenn beim Laufen Schmerzen und Schwielen unter den mittleren Mittelfußköpfen auftreten. Nachteil ist, dass so die Muskulatur nicht gestärkt wird. Eine dauerhafte Lösung bietet deshalb nur der Aufbau der Fußmuskulatur durch Barfußgehen.

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